OnboardingInEurope

Politisches Picknick im Flussbad Berlin e.V.

Politische Selbstvertretungen von und für Menschen mit Migrationsgeschichte: Gleichberechtigte Teilhabe, Zugänge, Repräsentation und Methoden des Onboardings.

Der Verein Flussbad Berlin kämpft seit mehr als 20 Jahren für die Realisierung seines Projekts: ein öffentlich zugängliches, nicht-kommerzielles Flussbad in der Spree entlang der Museumsinseln in Berlin-Mitte. Fehlte es vor 20 Jahre noch an Mut und Vorstellungskraft, mangelt es heute am nötigen politischen Willen und der finanziellen Unterstützung, das Projekt endlich zu realisieren. 

Den Kampf um Zugang und Handlungsmacht führt nicht nur der Flussbad Berlin e.V.

Auch Neuankömmlinge, Menschen mit Fluchterfahrung oder Zuziehende in zweiter und dritter Generation sehen sich mit dieser Herausforderung konfrontiert. Politische Selbstvertretungen von und für Menschen mit Migrationsgeschichte sind daher wichtige Akteur*innen, die auf  verschiedenen Ebenen Unterstützung leisten können – sei es beim Umgang mit Rassismuserfahrungen, bei der Überwindung bürokratischer Hürden wie die gleichberechtigte Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt oder an Bildungsangeboten. Aber werden integrative Projekte der Selbstermächtigung und Sichtbarkeit ausreichend gefördert? Wie verhalten sich Staat und Politik gegenüber freiwilligem Engagement und zivilgesellschaftlichen Interessenvertretungen? 

Im Rahmen des Seminars ‚Onboarding in Europa‘ der Europa-Universität Viadrina haben wir mit verschiedensten Akteur*innen über gleichberechtigte Teilhabe, Zugänge, Repräsentation und unterschiedliche Methoden des Onboardings diskutiert und Wissen gesammelt.

Im Juli richteten wir ein interaktives politisches Picknick im Flussbad Berlin e.V. aus, um die unterschiedlichen Akteur*innen noch einmal in diesem neuen Format zusammenbringen. Wir tauschten Perspektiven aus, debattierten und setzten neue Impulse für die Zukunft der politischen Selbstvertretungen von und für Menschen mit Migrationsgeschichte.