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Kotti e.V.

Der Kotti e.V. arbeitet seit 1986 rund um das Kottbusser Tor in Kreuzberg. Das Stadtteilzentrum will mit seiner Gemeinwesenarbeit sozial-kulturelle Prozesse aufzugreifen, Bedarfe erkennen und adäquate Angebote für die Bewohner*innen der Nachbarschaft gestalten und diese dabei vernetzen. Dabei setzt der Verein auf ein Geflecht von Eigenaktivitäten, Kooperation und Unterstützung und verfolgt die Devise: mitreden, mitmachen, mitgestalten.

Die Konzeption der Angebote wird dabei auch immer mit der tatsächlichen Zielgruppe abgestimmt, damit die Bedürfnisse wirklich verstanden und abgedeckt werden. Der Verein sieht sich auch als Brücke zwischen Bürger*innen und Politik/ Verwaltung und will Menschen den Raum geben, Bedürfnisse und Anliegen zu kommunizieren und so sichtbarer zu machen. Dafür bietet der Kotti e.V. auch gezielt anderen Initiativen den Raum sich zu organisieren und fördert so die Selbstorganisation. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Schaffung von kommunikativen und kulturellen Angeboten für mehr Verständnis zwischen den Bevölkerungsgruppen und Generationen. So finden im Familiengarten meist kostenfreie Kunst- und Kulturveranstaltungen, gesellschaftspolitische Diskussionen, Sport- und Bewegungsangebote sowie Kreativworkshops statt.

KOTTImobil

Das Projekt „KOTTImobil“ ist eine Ergänzung der zentralen Gemeinwesenarbeit des Stadtteilzentrums, ein Schwerpunkt ist die Bildungs- und Anerkennungsberatung. In dem gemeinsamen Gespräch wurde deutlich, wie undurchsichtig die Abläufe innerhalb des Verfahrens zur Anerkennung und Bewertung von ausländischen Bildungsnachweisen/ Berufsqualifikationen und Abschlüssen sind und wie lange, auch wegen der starren Strukturen der Verwaltung, dieser Prozess sein kann. Da der Prozess je nach Berufsgruppe (reglementiert/ nicht reglementiert), Herkunftsland, Hochschule und Bundesland in Deutschland variiert, ist es besonders wichtig, dass die Antragsteller*innen durch z.B. Beratungsstellen wie das KOTTImobil unterstützt werden.

Quellenverzeichnis

Eberhart, Cathy (1995): Jane Addams (1860 – 1935) Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Reformpolitik. Heidelberg: Europäischer Hochschulverlag.

Engelke, Ernst/ Borrmann, Stefan/ Spatscheck, Christian (2018): Theorien der Sozialen
Arbeit. Freiburg im Breisgau: Lambertus-Verlag.

Kotti e.V. (o.D.): https://kotti-berlin.de/

Oelschlägel, Dieter (2001): Grundlagen der Gemeinwesenarbeit, in Hans-Uwe Otto/Hans Thiersch (Hg.): Handbuch Sozialarbeit. Neuwied, Kriftel: Luchterhand.

Schüler, Anja (2004): Frauenbewegung und soziale Reform. Stuttgart: Franz Steiner Verlag.

Stövesand, Sabine / Stoik, Christoph (2013): Handbuch Gemeinwesenarbeit. Traditionen und Positionen, Konzepte und Methoden. Opladen/Berlin/Toronto: Verlag Barbara Budrich.